Über micH

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Meine Name ist Oliver Martin, ich bin 43 Jahre alt und den magischen und “spirituellen” Kräften der Pilze jetzt seit fast 25 Jahren verbunden.

Sie sind seitdem immer ein Teil meines Lebens gewesen. Pilze faszinieren mich und ziehen mich an, es gibt so viele unglaubliche und verschiedene Pilzarten. Sie sind ein einzigartiger Organismus, weder Säugetier, noch Pflanze. Neben den Psilocybin/Psilocin haltigen Arten gibt es endlose Speise- und sehr viele Medizinalpilze.

Ich kann heute anderen Menschen mit bedingungsloser Liebe und ohne Vorbehalte und Bewertung begegnen. Weil die Pilze mir dazu verholfen haben, zu erkennen, was meine wahre Natur ist, was Leben wirklich heißt. Das heißt natürlich nicht, dass es für jeden genau so kommen muss. Die Erfahrung mit Psilocin, dem Wirkstoff der vielen psychoaktiven Arten, ist unter den richtigen Bedingungen und mit der richtigen Vorbereitung aber nie etwas Schlechtes. Es ist aber wichtig, dass diese Bedingungen und der nötige Respekt vor der Erfahrung immer eingehalten werden.  

Im Jahre 2010 war meine Psilohuasca Dosis so hoch, dass meine Gedanken, mein Unterbewusstsein (allgemein „Ego“ genannt), nichts mehr analysieren konnten. Da habe ich das erste Mal erfahren, dass ich mehr bin, als ich denke zu sein. Und auch meinen Körper lediglich „bewohne“. Hinter aller Form ist die eine Quelle verborgen, die in jedem von uns vollständig vorhanden ist. Nichts ist nicht Eins mit uns.

Wenn wir aber in den Körper geboren werden, den wir dann eine Inkarnation lang bewohnen, dann wird aus dem „Eins sein“ in der Quelle plötzlich ein „zwei sein“.  Und weil jeder andere, uns umgebende Mensch (bei unseren Eltern angefangen) üblicherweise die Realität als Dualität („gut und Böse“) wahrnimmt, bekommen wir diese Erfahrung durch unser Außen reflektiert. Dadurch „vergessen“ wir mehr und mehr, dass wir gar nicht getrennt sind von Allem. Dass wir gar nicht getrennt sind von anderen Menschen. Aber gerade das Getrennt sein voneinander ist es, was uns so viel Leid, so viel Schmerz bereitet.

Die Identifikation mit unserem gedanklichen „Ich“, ist die Ursache aller „Probleme“, die es eigentlich in Wirklichkeit nicht gibt. Wie Papajii so wundervoll sagt: „Every being in the world is happiness itself.“ – jedes Wesen in der Welt ist die Glückseligkeit selbst. Nur der Verstand, der die Welt als Dualität wahrnimmt, braucht einen externen, zweiten Teil („Ich und…“), damit er eins sein kann. Deshalb verfolgen wir alle, dem Verstand glaubend, unsere Ziele und Wünsche. In der Hoffnung endlich Eins zu sein. Endlich zu Hause anzukommen. Endlich geliebt zu werden. Und tatsächlich werden wir ja immer wieder „glücklich“. Meist wenn wir loslassen und uns mit dem Anderen oder etwas Anderem verschmelzen, ohne Widerstand oder Trennung. Aber die Trennung beginnt dann ganz schnell schon wieder, wenn wir dem Gedanken glauben, der entweder „mehr“ davon haben will, oder aber diesen Zustand nicht wieder aufgeben will. Immer glücklich sein wollen lässt erst die Abwehr gegen „Schlechtes“, „Ungewolltes“ aufkommen- und die Suche beginnt erneut, um diesen unerwünschten Zustand wieder loswerden zu wollen.

Aber zurück zu mir. Ich hatte eine sehr traumatische Kindheit, weil ich bereits als Säugling (8Monate) eine lange Zeit ohne meine Eltern im Krankenhaus war (1975 war das wohl noch so), was sich mit 5 Jahren dann wiederholte. Diese Zeit des allein, hilflos und im Stich gelassen zu sein war es, die in mir einen unbändigen Drang des „mich spüren wollens“ erzeugte. Dieses Gefühl habe ich mit extrem auffälligen Verhalten und dann Süchten aller Art Zeit meines Lebens zu befriedigen versucht. Meine Eltern waren überfordert, und haben mir so, ohne natürlich daran irgendeine Schuld zu haben, noch mehr bestätigt, dass ich ungewollt bin. Insgesamt habe ich immer ein Gefühl des hin und her zwischen „ich will lieber sterben“ und „was kann ich tun, um mich zu spüren“.

Durch diese Sucht nach Rausch, könnte man sagen, habe ich dann mit 19 nach Cannabis die psychoaktiven Pilze entdeckt. Und die Sucht des Verstandes nach „mehr“, die wir übrigens alle teilen, hat dann beim „mehr Pilze“ dazu geführt, dass mein Verstand aufgeben musste. Das ist es auch, was Psychedelika machen- sie versetzen uns bei voller Dosis in einen Zustand des nicht mehr Denken können. Aber das ist erst 16 Jahre später passiert. Denn psychedelische Substanzen haben zwar das Potential uns genau diese Erfahrung zu geben- aber ich habe gelernt, dass der Mensch vorher bereits „offen“ oder „reif“ für dieses Erlebnis sein muss. Ob das genau der Fall ist, das versuche ich bei der Anmeldung, wenn mir jemand schreibt, herauszufinden.

Seit mir dieses Erlebnis geschenkt wurde, hat sich meine Wahrnehmung dessen, was wir alle „Realität“ nennen, sehr verändert. Allerdings sind die wirklichen Veränderungen erst mit der Zeit passiert. Im Kern hat das Erlebnis mein innerstes Selbst, den „Beobachter“, wachsen lassen. Das, was wir allgemein „Intuition“ oder auch „mein Herz“ nennen, ist genau dieser Beobachter, unsere wahre Realität. Daher folgt auch, dass jede Art von Beurteilung der Verstand ist und nicht unser wirkliches Selbst. Wahre Liebe ist bedingungslos. Das ist das Wichtigste, was ich in den letzten Jahren seit 2010 gelernt habe. Egal wie ich etwas beurteile- es führt zu einer Anhaftung an eben diesem Urteil und somit zur Anhaftung an der Form. Dies kreiert Trennung von mir selbst.

Ich habe gelernt, dass alle Pläne, alle Wünsche nach Verbesserung und alle Ziele mich von dem jetzigen Moment wegbringen. Veränderung findet natürlich statt, mit der Zeit und als natürliche Evolution des Lebens. Nicht weil ich mich daran klammere, „mich“ zu verbessern, etwas zu verändern. Ziele und Wünsche kann ich –erwartungslos- haben, und wenn ich den Moment und mich selbst so akzeptiere, wie ich bin. Wirkliche Veränderung erkenne ich, wenn ich sehe, wie sich die Dinge um mich herum mit der Zeit verändern. Wenn ich betrachte, wie ich mit mir selbst und Anderen heute umgehe.

Es ist in unserer Gesellschaft üblich wenn wir jung sind sehnsüchtig nach vorne zu schauen, auf eine bessere Zukunft. Und wenn wir alt sind wehmütig zurück zu schauen, in Erinnerung an eine bessere Vergangenheit. Diese Betrachtungsweise umzukehren, kann die Wahrnehmung so viel verändern. Es ist so einfach und trotzdem ist die Gewohnheit und das Verlangen es anders herum zu machen so stark, dass es so schwer erscheint. Auch der Drang nach Verbesserung von mir und der Welt im Ganzen scheint so wichtig, so real. Mich immer wieder daran zu erinnern, dass jede Beurteilung Trennung schafft hat mir immer sehr geholfen.

Psychedelika sind, wenn der Zeitpunkt gekommen ist und die Dosis hoch genug, eine mögliche Hilfe jenseits des Verstandes zu gehen. Aber wenn sie dazu eingesetzt werden, um Verbesserungen des Selbst herbei zu führen, schaffen sie Trennung statt Verbundenheit. Denn zu glauben, „spirituell“ zu sein oder mehr „Heilung“, mehr „Medizin“ zu benötigen ist wieder die Suche nach einem besseren Selbst- in der Zukunft. Diese Abhängigkeit zusammen mit der Abhängigkeit an die Zustände, die diese Substanzen auslösen, macht die Illusion des „Mehr“ außerordentlich real. Und so verstärkt sich der Wunsch nach Verbesserung mehr und mehr, statt die erhoffte Heilung zu bringen.

In den Monaten nach Erleben dieses Eins-seins habe auch ich mich auch mit einer spirituellen Version meines gedanklichen Selbst identifiziert. Zu Verführerisch war der Gedanke endlich ohne Gedanken frei zu sein- in der Zukunft natürlich. Tägliches DMT vaporisieren gab mir die Illusion immer „spiritueller“ zu werden. Und während der längeren psychedelischen Trips, die ich in diesem ersten Jahr nach dem „Erwachen“ gemacht habe, habe ich jedes Mal „loslassen“ wollen („das Ego muss sterben hat Eckart Tolle gesagt“). Nach einer Weile habe ich dann aber festgestellt, dass jedes Tun nur die Idee nährt, dass irgendwas fehlt. Und jedes Mal habe ich genau das dann wieder herausgefunden und war im Frieden, ohne etwas tun zu müssen.

Dabei fiel mir auf, dass ich zwar jedes Mal in diese Situation kam, aber diese auch jedes Mal immer kürzer andauerte. Irgendwann hab ich dann verstanden, dass alles im Leben, wenn wir es lange genug mit dem gleichen Ergebnis machen, irgendwann sein Glaubwürdigkeit verliert, und wir schlicht genug davon haben. Erst dann geben wir etwas wirklich auf. Gänzlich, ohne es zu verurteilen oder zu unterdrücken.

Mit den Jahren wurde mir immer mehr bewusst, dass ich wirklich nichts tun muss, aber frei bin alles zu tun, alles zu sein. Alle Erlebnisse sind eine Erfahrung. Erfahrungen die das Eine in der Form der Vielen macht, nur um sich selbst zu erleben. Alle Form ist eine Manifestation der einen Quelle, welche in allem und jedem steckt. Deshalb gibt es auch keine falschen Entscheidungen und kein Unglück, aber eben auch keine richtigen Entscheidungen oder Glück. Alles ist eine Erfahrung. Wenn wir alle diesen Frieden in uns entdecken würden, gäbe es sicher viele Dinge, die sich heute manifestieren, nicht mehr. Aber im Augenblick sind sie wohl nötig, denn sonst wären sie nicht da.

So, wie ich Gott in mir erfahre, geht es nicht darum alles los zu lassen und in einer Höhle fernab jeder Zivilisation zu leben. Jedenfalls im Moment noch nicht. Ein Teil von mir hat tatsächlich keine Lust mehr hier „mittendrin“ im westlichen „Holocaust“ zu leben und mitzumachen. Aber ich erkenne auch, dass es darum geht sich selbst als Mensch zu erfahren und Erfahrungen zu machen. Ich bin heute durch das bewusstere Wahrnehmen aber nicht mehr die Ursache für das Leid anderer. Aber auch noch nicht frei vom Leiden selbst, da ich noch an viele Dinge verhaftet bin. Diese zu lösen passiert auf natürlichem Wege und ganz ohne Druck, wenn ich mich ganz dem Vertrauen auf die Weisheit des Lebens hingebe.

Was seit Jahren in mir wächst ist die Dankbarkeit dafür als Mensch diese Erfahrungen zu machen. Und dabei keine meiner Gedanken, Ansichten und Konzepte als „Oliver“ auszugrenzen und zu verneinen. Alles ist in mir und durch mich entstanden, also ein Teil von mir. Und erst wenn ich es in Dankbarkeit und Liebe angenommen habe, schließt sich der Kreis, und es wird „leiser“ in mir und verschwindet dann ganz. So haben sich einige dieser Eigenschaften und Aspekte meines Verstandes aufgelöst, während andere immer mal wieder auftauchen, um vielleicht dann akzeptiert und geliebt zu werden. Oder aber, weil ich noch immer nicht aufgeben kann, mich an Ihr Tun zu klammern- meist Dinge, die ich immer schon gemacht habe, die mir aber eigentlich nicht (mehr) „gut“ tun. Daher glaube ich auch nicht, dass irgendeine Methode, Technik oder eben Substanz das gedankliche Ich umprogrammieren oder löschen kann.

Was Ihr aus alle dem macht, ist Eure individuelle Reise als Mensch in dieser Inkarnation. Wenn ihr glaubt bereit zu sein, von alle dem, was ihr glaubt zu sein, für ein paar Minuten (5MeO DMT) oder Stunden (Psilohuasca) loslassen zu können- dann freue ich mich von Euch zu hören. Aber vielleicht braucht Ihr auch nur die Worte lesen, die ich auf der Psilohuasca Homepage über mich und über meine Erfahrungen geschrieben habe. Und habt genau jetzt gerade erkannt, dass Ihr eigentlich schon „die Message bekommen habt und nur noch das Telefon auflegen müsst“, so wie Alan Watts es so wundervoll formuliert hat. Oder Ihr findet genau, was Ihr hören müsst in Ram Dass‘ oder Papajii’s Worten. Die kann ich Euch nämlich sehr ans Herz legen. (siehe „Lehrer“ Seite)

Wenn ihr aber eine psychedelische Erfahrung sucht, die Euch nicht bei der Suche, sondern beim Finden unterstützt… Wenn ihr einen Begleiter sucht, der Euch nicht fürs Geld, sondern von Herzen für Euch da ist… Wenn Ihr eine Sitzung mit der Freiheit so zu sein wie ihr seid und nicht im Korsett des Schamanismus sucht… Dann jedenfalls seid ihr hier richtig. Schreibt mir! Ich freue mich auf Euch.

Von Herzen alles Liebe.

 

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Meine Name ist Oliver Martin, ich bin 43 Jahre alt und den magischen und “spirituellen” Kräften der Pilze jetzt seit fast 25 Jahren verbunden.

Sie sind seitdem immer ein Teil meines Lebens gewesen. Pilze faszinieren mich und ziehen mich an, es gibt so viele unglaubliche und verschiedene Pilzarten. Sie sind ein einzigartiger Organismus, weder Säugetier, noch Pflanze. Neben den Psilocybin/Psilocin haltigen Arten gibt es endlose Speise- und sehr viele Medizinalpilze.

Ich kann heute anderen Menschen mit bedingungsloser Liebe und ohne Vorbehalte und Bewertung begegnen. Weil die Pilze mir dazu verholfen haben, zu erkennen, was meine wahre Natur ist, was Leben wirklich heißt. Das heißt natürlich nicht, dass es für jeden genau so kommen muss. Die Erfahrung mit Psilocin, dem Wirkstoff der vielen psychoaktiven Arten, ist unter den richtigen Bedingungen und mit der richtigen Vorbereitung aber nie etwas Schlechtes. Es ist aber wichtig, dass diese Bedingungen und der nötige Respekt vor der Erfahrung immer eingehalten werden.  

Im Jahre 2010 war meine Psilohuasca Dosis so hoch, dass meine Gedanken, mein Unterbewusstsein (allgemein „Ego“ genannt), nichts mehr analysieren konnten. Da habe ich das erste Mal erfahren, dass ich mehr bin, als ich denke zu sein. Und auch meinen Körper lediglich „bewohne“. Hinter aller Form ist die eine Quelle verborgen, die in jedem von uns vollständig vorhanden ist. Nichts ist nicht Eins mit uns.

Wenn wir aber in den Körper geboren werden, den wir dann eine Inkarnation lang bewohnen, dann wird aus dem „Eins sein“ in der Quelle plötzlich ein „zwei sein“.  Und weil jeder andere, uns umgebende Mensch (bei unseren Eltern angefangen) üblicherweise die Realität als Dualität („gut und Böse“) wahrnimmt, bekommen wir diese Erfahrung durch unser Außen reflektiert. Dadurch „vergessen“ wir mehr und mehr, dass wir gar nicht getrennt sind von Allem. Dass wir gar nicht getrennt sind von anderen Menschen. Aber gerade das Getrennt sein voneinander ist es, was uns so viel Leid, so viel Schmerz bereitet.

Die Identifikation mit unserem gedanklichen „Ich“, ist die Ursache aller „Probleme“, die es eigentlich in Wirklichkeit nicht gibt. Wie Papajii so wundervoll sagt: „Every being in the world is happiness itself.“ – jedes Wesen in der Welt ist die Glückseligkeit selbst. Nur der Verstand, der die Welt als Dualität wahrnimmt, braucht einen externen, zweiten Teil („Ich und…“), damit er eins sein kann. Deshalb verfolgen wir alle, dem Verstand glaubend, unsere Ziele und Wünsche. In der Hoffnung endlich Eins zu sein. Endlich zu Hause anzukommen. Endlich geliebt zu werden. Und tatsächlich werden wir ja immer wieder „glücklich“. Meist wenn wir loslassen und uns mit dem Anderen oder etwas Anderem verschmelzen, ohne Widerstand oder Trennung. Aber die Trennung beginnt dann ganz schnell schon wieder, wenn wir dem Gedanken glauben, der entweder „mehr“ davon haben will, oder aber diesen Zustand nicht wieder aufgeben will. Immer glücklich sein wollen lässt erst die Abwehr gegen „Schlechtes“, „Ungewolltes“ aufkommen- und die Suche beginnt erneut, um diesen unerwünschten Zustand wieder loswerden zu wollen.

Aber zurück zu mir. Ich hatte eine sehr traumatische Kindheit, weil ich bereits als Säugling (8Monate) eine lange Zeit ohne meine Eltern im Krankenhaus war (1975 war das wohl noch so), was sich mit 5 Jahren dann wiederholte. Diese Zeit des allein, hilflos und im Stich gelassen zu sein war es, die in mir einen unbändigen Drang des „mich spüren wollens“ erzeugte. Dieses Gefühl habe ich mit extrem auffälligen Verhalten und dann Süchten aller Art Zeit meines Lebens zu befriedigen versucht. Meine Eltern waren überfordert, und haben mir so, ohne natürlich daran irgendeine Schuld zu haben, noch mehr bestätigt, dass ich ungewollt bin. Insgesamt habe ich immer ein Gefühl des hin und her zwischen „ich will lieber sterben“ und „was kann ich tun, um mich zu spüren“.

Durch diese Sucht nach Rausch, könnte man sagen, habe ich dann mit 19 nach Cannabis die psychoaktiven Pilze entdeckt. Und die Sucht des Verstandes nach „mehr“, die wir übrigens alle teilen, hat dann beim „mehr Pilze“ dazu geführt, dass mein Verstand aufgeben musste. Das ist es auch, was Psychedelika machen- sie versetzen uns bei voller Dosis in einen Zustand des nicht mehr Denken können. Aber das ist erst 16 Jahre später passiert. Denn psychedelische Substanzen haben zwar das Potential uns genau diese Erfahrung zu geben- aber ich habe gelernt, dass der Mensch vorher bereits „offen“ oder „reif“ für dieses Erlebnis sein muss. Ob das genau der Fall ist, das versuche ich bei der Anmeldung, wenn mir jemand schreibt, herauszufinden.

Seit mir dieses Erlebnis geschenkt wurde, hat sich meine Wahrnehmung dessen, was wir alle „Realität“ nennen, sehr verändert. Allerdings sind die wirklichen Veränderungen erst mit der Zeit passiert. Im Kern hat das Erlebnis mein innerstes Selbst, den „Beobachter“, wachsen lassen. Das, was wir allgemein „Intuition“ oder auch „mein Herz“ nennen, ist genau dieser Beobachter, unsere wahre Realität. Daher folgt auch, dass jede Art von Beurteilung der Verstand ist und nicht unser wirkliches Selbst. Wahre Liebe ist bedingungslos. Das ist das Wichtigste, was ich in den letzten Jahren seit 2010 gelernt habe. Egal wie ich etwas beurteile- es führt zu einer Anhaftung an eben diesem Urteil und somit zur Anhaftung an der Form. Dies kreiert Trennung von mir selbst.

Ich habe gelernt, dass alle Pläne, alle Wünsche nach Verbesserung und alle Ziele mich von dem jetzigen Moment wegbringen. Veränderung findet natürlich statt, mit der Zeit und als natürliche Evolution des Lebens. Nicht weil ich mich daran klammere, „mich“ zu verbessern, etwas zu verändern. Ziele und Wünsche kann ich –erwartungslos- haben, und wenn ich den Moment und mich selbst so akzeptiere, wie ich bin. Wirkliche Veränderung erkenne ich, wenn ich sehe, wie sich die Dinge um mich herum mit der Zeit verändern. Wenn ich betrachte, wie ich mit mir selbst und Anderen heute umgehe.

Es ist in unserer Gesellschaft üblich wenn wir jung sind sehnsüchtig nach vorne zu schauen, auf eine bessere Zukunft. Und wenn wir alt sind wehmütig zurück zu schauen, in Erinnerung an eine bessere Vergangenheit. Diese Betrachtungsweise umzukehren, kann die Wahrnehmung so viel verändern. Es ist so einfach und trotzdem ist die Gewohnheit und das Verlangen es anders herum zu machen so stark, dass es so schwer erscheint. Auch der Drang nach Verbesserung von mir und der Welt im Ganzen scheint so wichtig, so real. Mich immer wieder daran zu erinnern, dass jede Beurteilung Trennung schafft hat mir immer sehr geholfen.

Psychedelika sind, wenn der Zeitpunkt gekommen ist und die Dosis hoch genug, eine mögliche Hilfe jenseits des Verstandes zu gehen. Aber wenn sie dazu eingesetzt werden, um Verbesserungen des Selbst herbei zu führen, schaffen sie Trennung statt Verbundenheit. Denn zu glauben, „spirituell“ zu sein oder mehr „Heilung“, mehr „Medizin“ zu benötigen ist wieder die Suche nach einem besseren Selbst- in der Zukunft. Diese Abhängigkeit zusammen mit der Abhängigkeit an die Zustände, die diese Substanzen auslösen, macht die Illusion des „Mehr“ außerordentlich real. Und so verstärkt sich der Wunsch nach Verbesserung mehr und mehr, statt die erhoffte Heilung zu bringen.

In den Monaten nach Erleben dieses Eins-seins habe auch ich mich auch mit einer spirituellen Version meines gedanklichen Selbst identifiziert. Zu Verführerisch war der Gedanke endlich ohne Gedanken frei zu sein- in der Zukunft natürlich. Tägliches DMT vaporisieren gab mir die Illusion immer „spiritueller“ zu werden. Und während der längeren psychedelischen Trips, die ich in diesem ersten Jahr nach dem „Erwachen“ gemacht habe, habe ich jedes Mal „loslassen“ wollen („das Ego muss sterben hat Eckart Tolle gesagt“). Nach einer Weile habe ich dann aber festgestellt, dass jedes Tun nur die Idee nährt, dass irgendwas fehlt. Und jedes Mal habe ich genau das dann wieder herausgefunden und war im Frieden, ohne etwas tun zu müssen.

Dabei fiel mir auf, dass ich zwar jedes Mal in diese Situation kam, aber diese auch jedes Mal immer kürzer andauerte. Irgendwann hab ich dann verstanden, dass alles im Leben, wenn wir es lange genug mit dem gleichen Ergebnis machen, irgendwann sein Glaubwürdigkeit verliert, und wir schlicht genug davon haben. Erst dann geben wir etwas wirklich auf. Gänzlich, ohne es zu verurteilen oder zu unterdrücken.

Mit den Jahren wurde mir immer mehr bewusst, dass ich wirklich nichts tun muss, aber frei bin alles zu tun, alles zu sein. Alle Erlebnisse sind eine Erfahrung. Erfahrungen die das Eine in der Form der Vielen macht, nur um sich selbst zu erleben. Alle Form ist eine Manifestation der einen Quelle, welche in allem und jedem steckt. Deshalb gibt es auch keine falschen Entscheidungen und kein Unglück, aber eben auch keine richtigen Entscheidungen oder Glück. Alles ist eine Erfahrung. Wenn wir alle diesen Frieden in uns entdecken würden, gäbe es sicher viele Dinge, die sich heute manifestieren, nicht mehr. Aber im Augenblick sind sie wohl nötig, denn sonst wären sie nicht da.

So, wie ich Gott in mir erfahre, geht es nicht darum alles los zu lassen und in einer Höhle fernab jeder Zivilisation zu leben. Jedenfalls im Moment noch nicht. Ein Teil von mir hat tatsächlich keine Lust mehr hier „mittendrin“ im westlichen „Holocaust“ zu leben und mitzumachen. Aber ich erkenne auch, dass es darum geht sich selbst als Mensch zu erfahren und Erfahrungen zu machen. Ich bin heute durch das bewusstere Wahrnehmen aber nicht mehr die Ursache für das Leid anderer. Aber auch noch nicht frei vom Leiden selbst, da ich noch an viele Dinge verhaftet bin. Diese zu lösen passiert auf natürlichem Wege und ganz ohne Druck, wenn ich mich ganz dem Vertrauen auf die Weisheit des Lebens hingebe.

Was seit Jahren in mir wächst ist die Dankbarkeit dafür als Mensch diese Erfahrungen zu machen. Und dabei keine meiner Gedanken, Ansichten und Konzepte als „Oliver“ auszugrenzen und zu verneinen. Alles ist in mir und durch mich entstanden, also ein Teil von mir. Und erst wenn ich es in Dankbarkeit und Liebe angenommen habe, schließt sich der Kreis, und es wird „leiser“ in mir und verschwindet dann ganz. So haben sich einige dieser Eigenschaften und Aspekte meines Verstandes aufgelöst, während andere immer mal wieder auftauchen, um vielleicht dann akzeptiert und geliebt zu werden. Oder aber, weil ich noch immer nicht aufgeben kann, mich an Ihr Tun zu klammern- meist Dinge, die ich immer schon gemacht habe, die mir aber eigentlich nicht (mehr) „gut“ tun. Daher glaube ich auch nicht, dass irgendeine Methode, Technik oder eben Substanz das gedankliche Ich umprogrammieren oder löschen kann.

Was Ihr aus alle dem macht, ist Eure individuelle Reise als Mensch in dieser Inkarnation. Wenn ihr glaubt bereit zu sein, von alle dem, was ihr glaubt zu sein, für ein paar Minuten (5MeO DMT) oder Stunden (Psilohuasca) loslassen zu können- dann freue ich mich von Euch zu hören. Aber vielleicht braucht Ihr auch nur die Worte lesen, die ich auf der Psilohuasca Homepage über mich und über meine Erfahrungen geschrieben habe. Und habt genau jetzt gerade erkannt, dass Ihr eigentlich schon „die Message bekommen habt und nur noch das Telefon auflegen müsst“, so wie Alan Watts es so wundervoll formuliert hat. Oder Ihr findet genau, was Ihr hören müsst in Ram Dass‘ oder Papajii’s Worten. Die kann ich Euch nämlich sehr ans Herz legen. (siehe „Lehrer“ Seite)

Wenn ihr aber eine psychedelische Erfahrung sucht, die Euch nicht bei der Suche, sondern beim Finden unterstützt… Wenn ihr einen Begleiter sucht, der Euch nicht fürs Geld, sondern von Herzen für Euch da ist… Wenn Ihr eine Sitzung mit der Freiheit so zu sein wie ihr seid und nicht im Korsett des Schamanismus sucht… Dann jedenfalls seid ihr hier richtig. Schreibt mir! Ich freue mich auf Euch.

Von Herzen alles Liebe.

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